Wenn Physik auf die Bühne kommt
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Was haben Theater und Physik gemeinsam? Beide eröffnen neue Perspektiven und laden dazu ein, die Welt anders zu betrachten. Wenn Wissenschaft auf die Bühne kommt, treffen Erkenntnisse auf Emotionen, Experimente auf Inszenierungen und komplexe Fragen auf ein neugieriges Publikum.
Am 31. Oktober 2026 startet in Bonn die neue Reihe „Wissenschaft im Theater“. Den Auftakt gestaltet das Team um den Siegener Physikprofessor Alexander Lenz mit einer Show zum hochaktuellen Thema Quantencomputing. Die wissenschaftlichen Grundlagen werden dabei mit künstlerischen Einlagen verbunden. Denn obwohl Quantencomputer als vielversprechende Zukunftstechnologie gelten, beruhen sie auf Prinzipien, die sich mit klassischer Vorstellungskraft nur schwer erfassen lassen.
In der Show erwecken Alexander Lenz und seine Familie die grundlegenden Informationseinheiten des Quantencomputers, die sogenannten Quantenbits, als Artisten zum Leben. Mit Akrobatik machen sie die Prinzipien des Quantencomputings anschaulich. Dazu kommen weitere international führende Experten auf diesem Gebiet, die als Sprecher und Live-Musiker mitwirken.
Das Team um Alexander Lenz bringt bereits Bühnenerfahrung mit: Seit 2023 verbindet es bei „Physik in Apollo“ in Siegen Wissenschaft und Theater – und sorgt regelmäßig für ein volles Haus.
Auch in Mainz hat Physik auf der Bühne Tradition. Die Vortragsreihe „Physik im Theater“ bringt seit vielen Jahren Physikerinnen und Physiker auf die Bretter, die die Welt bedeuten. An mehreren Abenden im Jahr präsentieren sie aktuelle Forschung in allgemeinverständlicher Form und zeigen, wie vielfältig die Fragen sind, mit denen sich die Physik beschäftigt. Dabei geht es nicht nur um naturwissenschaftliche Grundlagen, sondern auch um große Zukunftsfragen wie etwa den Klimawandel, die Ursprünge des Universums oder um die Physik im Film „Oppenheimer“. Das Interesse ist groß: Die Veranstaltungen sind regelmäßig ausverkauft. Das Theater wird so zum Ort, an dem aktuelle Forschung ein breites Publikum erreicht und wissenschaftliche Erkenntnisse zum Gesprächsstoff werden.
Organisiert wird die Reihe vom Institut für Theoretische Physik. In Mainz geht es am 2. November um 19 Uhr weiter: Professorin Julia Pongratz von der LMU München spricht bei „Physik im Theater“ über die Frage „Wie kriegen wir die Kurve? Der Weg in eine treibhausneutrale Zukunft“.
Die unterschiedlichen Formate zeigen: Physik kann auch Theater. Sie muss nicht im Hörsaal oder Labor bleiben. Auf der Bühne werden wissenschaftliche Ideen auf ungewohnte Weise erlebbar – mal akrobatisch, mal musikalisch, mal als verständlicher Einblick in die aktuelle Forschung.